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Geschichte

Eine schöne Strichzeichnung vom Duerstelerhaus – ideal um die Geschichte zu portraitieren.

Baujahr und Vorgängerbau

Das Dürstelerhaus wurde 1660 an der Stelle eines Vorgängerbaus Tannegg errichtet, der bereits 1592 urkundlich erwähnt ist.

Bauliches Erscheinungsbild

Detail der bemalten Fachwerkfassade des Dürstelerhauses in Gossau. Historisches Bauwerk mit kunstvoller Ornamentik und regionaler Baukultur.

Es ist ein Bohlenständerbau des 16./17. Jh. mit Fassadenmalereien, steilem Fachwerkgiebel, östlicher Stirnfront mit Riegelwerk, Dachlukarne mit bemalten Untersichten und Initialen «IW 1790 RSH» für Johann Weber und seine Frau Regula Schmid.

Besitzer und Namensgebung

Namensgeber ist Johannes Dürsteler (1814–1881), Gründer der Textilfirma J. Dürsteler & Co. Aufgrund seiner Übernahme ab 1870 gehört das Haus der Firma über rund 100 Jahre.

Historische Schwarzweissaufnahme der Fassade des Dürstelerhauses in Gossau.

Funktion als Kosthaus

Weisse Hausfassade mit Fachwerk des Dürstelerhauses in Gossau.

Unter Dürstelers Leitung diente es als Kosthaus für Arbeiterinnen der nahegelegenen Seidenwinderei; einfache Wohnungen für Fabrikpersonal wurden eingerichtet.

Ortsmuseum und Eigentümerwechsel

1970 schenkte J. Dürsteler & Co. AG das Haus unentgeltlich der Gemeinde Gossau mit der Verpflichtung, darin ein Heimatmuseum einzurichten. Seit 1974 wird es als Ortsmuseum betrieben.

Wand mit historischen Fotografien im Ortsmuseum des Dürstelerhauses Gossau.

Museale Inhalte und Betrieb

Das Museum zeigt Küche, Kachelofen, Gegenstände aus Landwirtschaft, Schule, öffentlichem Dienst sowie Foto-/Diakollektionen. Es ist Mitglied im Verband der Museen Schweiz.

Renovation und Finanzierung

2012/13 wurden Umbauten vorgenommen. Bis 2022 wurde der Betrieb durch einen Verein geführt, seit Frühjahr 2024 gibt es eine professionelle Museumsleitung (in einem 30%-Pensum) und das Budget wurde auf CHF 100’000.– jährlich erhöht.

Modernisierter Museumsraum im Dürstelerhaus Gossau mit Holzdecke und Ausstellungsvitrinen.